Tribünengespräch vom 12.12.2017
Depression im Fußball
Ein Tabuthema, das keines sein sollte. Wir sprechen darüber mit Ronald Reng und Dr. Karsten Henkel.

Über die Sendung

Sebastian Deisler, Robert Enke, Andreas Biermann, Babak Rafati, Markus Miller, Martin Amedick - sie alle stehen für im Fußball Aktive, die ihre Depression öffentlich gemacht haben. Es gibt einige weitere Beispiele, doch eines fällt auf: In der Berichterstattung sind es vor allem die extremen Biographien, die mit dem tragischen Höhepunkt, die Beachtung finden. Dabei ist Depression eine Volkskrankheit, die gut zu behandeln ist. Unter Umständen sogar im laufenden Spielbetrieb. Wir sprechen mit Dr. Karsten Henkel on der Uniklinik Aachen und Ronald Reng, der unter anderem im Kuratorium der Robert Enke-Stiftung sitzt, über Depression im Fußball.

Veröffentlicht am: 12.12.2017 (vor 7 Monaten)

Unsere Gäste: Dr. Karsten Henkel, Ronald Reng

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Shownotes zur Sendung

Dabei ist Depression eine Volkskrankheit, die gut zu behandeln ist. Unter Umständen sogar im laufenden Spielbetrieb.

Wir sprechen mit Dr. Karsten Henkel von der Uniklinik Aachen und Ronald Reng, der unter anderem im Kuratorium der Robert Enke-Stiftung sitzt, über Depression im Fußball. Und warum ein erster Schritt zum besseren Umgang damit wäre, es nicht (mehr) als Tabuthema zu bezeichnen.

Literatur zum Thema:

Ronald Reng: Robert Enke. Ein allzu kurzes Leben.

Michael Rosentritt: Sebastian Deisler. Zurück ins Leben. Die Geschichte eines Fußballspielers.

Andreas Biermann/Rainer Schäfer: Rote Karte Depression. Das Ende einer Karriere im Profifußball.

Babak Rafati: Ich pfeife auf den Tod! Wie mich der Fußball fast das Leben kostete.

Matthew Johnstone: Mein schwarzer Hund. Wie ich meine Depression an die Leine legte.

Wohin sich Betroffene und Angehörige von Betroffenen wenden können:

Sportpsychiatrische Sprechstunde der Uniklinik Aachen

Beratungsangebot der Robert Enke-Stiftung

Unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 ist die Telefonseelsorge erreichbar.  

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist kostenlos unter dieser Nummer zu erreichen: 116 117

Links, die uns bei der Vorbereitung geholfen haben:

11 Freunde: Warum sind Profis anfälliger für Depression?
11 Freunde: Lost in Translation. Wie Martin Fenin fälschlicherweise als depressiv bezeichnet wurde.
BBC: Depression and suicide: Football's secret uncovered.
FAZ: Mehr Menschlichkeit - aber wie? Über den Druck im Profisport.
Kicker: Depression im Spitzensport - ein Spießrutenlauf.
NDR-Doku: Der Schatten von Robert Enke - Leben mit Depressionen.
RP Online: "Depressive Phasen" - Sorge um verschwundenen Jan Simak.
Spiegel: "Das ist ja nicht ansteckend". Zwei Fußballer sprechen über ihre Depression.
Spiegel: Der Feind im Kopf. Ein Portrait von Martin Amedick.
SPOX: Keine Zeit mehr für Tabus.
SPOX: "Es schmerzt nicht mehr, an ihn zu denken." Interview mit Teresa Enke.
SPOX: "Nicht meine eigenen Gedanken." Reportage zu Andreas Biermann.
Süddeutsche Zeitung: "Am nächsten Tag bist du ein Niemand". Depressionen im Fußball.
Süddeutsche Zeitung Magazin: Warten, bis der Arzt kommt. Über die langen Wartezeiten auf Behandlung von psychischen Erkrankungen.
Tagesspiegel: Verletzt an der Seele. Depressionen und Burnout im Fußball.
The Telegraph: Depression in football - PFA want to stop another Clarke Carlisle or Gary Speed situation.
Welt: Die tiefe Ohnmacht des Fußballprofis Amedick.
Zeit online: Die Leistungsgesellschaft wird sich nicht ändern. Bestandsaufnahme zu Depressionen im Fußball anlässlich Sebastian Deislers 30. Geburtstag. 
Zeit online: "Ein paar Tage nach Enke war alles vergessen". Ein Profi, der seine Karriere beendet hat, berichtet anonym von seiner Depression.
Zeit online: Ein Tabu ist gebrochen. Michael Rosentritt nach dem Tod Robert Enkes über Depression im Fußball.
Zeit online: Markus Miller, der Torwart aus der Klinik.
Zeit online: Vom Fußballhimmel ins Abseits. Ein Text über Andreas Biermann.

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